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| Presseerklärung: 60 Jahre Sieg über den Hitlerfaschismus - 8. Mai bleibt Tag der Befreiung. Keine Nazis in Berlins Zentrum - keine Nazis anderswo! (06.05.2005) |
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"Dass der Faschismus nachlebt; dass die vielzitierte Aufarbeitung der Vergangenheit bis heute nicht gelang und zu ihrem Zerrbild, dem leeren und kalten Vergessen, ausartete, rührt daher, dass die objektiven gesellschaftlichen Voraussetzungen fortbestehen, die den Faschismus zeitigten." (Theodor W. Adorno)
Hierzu erklärt Katharina Dahme, Mitglied im Brandenburger Landesvorstand des PDS-nahen Jugendverbandes ['solid] die sozialistische jugend: „Vor 60 Jahren endete in Europa der Zweite Weltkrieg und das menschenverachtende Terrorregime des Nationalsozialismus. Das Datum wird in vielen Ländern als Feiertag begangen und bietet in jedem Jahr Anlass, all jenen zu danken, die gegen Hitler und den Rassenwahn seiner Volksgemeinschaft kämpften. Viele von ihnen mussten in diesem Kampf ihr Leben lassen. Alle Versuche die deutschen Opfer gegen sie aufzurechnen sind absurd und entspringen den Nachwehen jenes Geistes, der den Wahnsinn des Faschismus hervorbrachte.Die Berichterstattung anlässlich des 60. Jahrestages konzentriert sich vornehmlich auf die Opfer und Verluste auf deutscher Seite. Der historische Kontext einer anfangs breiten Zustimmung und Begeisterung für den Krieg wird dabei ebenso vernachlässigt und allenfalls am Rande erwähnt wie millionenfacher industrieller Mord und unzählige Opfer eines verbrecherischen Krieges, der im Streben nach dem deutschen Endsieg die ganze Welt in Brand setze. Diese deutsche Nabelschau ist nicht hinnehmbar und bietet den Nazis von heute die Grundlage ihrer revisionistischen und offen rassistischen Propaganda. In diesen Trend des fahrlässigen Umgangs mit der deutschen Vergangenheit reiht sich Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck ein, wenn er drei Tage nach der pompösen Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche vor den Überlebenden von Ravensbrück über die Notwendigkeit eines sensiblen Umganges mit der eigenen Geschichte fabuliert. Denn sensibler Umgang bedeutet mit Sicherheit nicht, für Millionen eine überflüssige Kriegskirche nachzubauen, in der Adolf Hitler seinerzeit das Bündnis des deutschen Faschismus mit den Konservativen per Handschlag besiegelte.“ ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- [’solid] Brandenburg ruft alle und jeden dazu auf, sich am kommenden Sonntag um 10:00 auf dem Bertolt-Brecht-Platz in Berlin einzufinden um sich der großen Demonstration gegen den von Neonazis geplanten Aufmarsch anzuschließen. Als Teil des Aktionsbündnisses [SPASIBO] schließt sich [’solid] Brandenburg dessen Aufruf „Gegen Faschismus, Militarisierung und deutsche Opfermythen“ an und wird im Geiste des Buchenwaldschwurs seinen Teil dazu beitragen, der NPD und ihren Vorfeldorganisationen nicht das Feld zu überlassen. Auch und gerade nach 60 Jahren bleibt die Losung aktuell: „Kein Fußbreit den neuen und alten Faschisten!“
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