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| Presseerklärung: „Nicht nur euren Körper befreit auch euren Geist!“ |
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Lesung zum 60. Jahrestag der Befreiung von Frankfurt (Oder) Unter diesem Motto veranstaltet die linke, ['solid]-nahe Jugendgruppe ISKRA eine Bücherlesung zum 60. Jahrestag der Befreiung von Frankfurt (Oder). Dazu erklärt Stefan Kunath im Auftrag der ISKRA: „Was sich zuerst nach einer spirituellen Veranstaltung anhört soll lediglich eine Erinnerung an die Geschehnisse vor 60 Jahren in unserer Stadt sein. Diese wurde am 23. April von der Roten Armee befreit. Schade nur, dass die Stadtverwaltung wenig von der Erinnerung an diesen Tag hält. So genehmigte sie den Organisatoren der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM) in Frankfurt halt zu machen und das ausgerechnet an diesem historischen Tag. So werden also Rennwagen und der entsprechende Lärm den Tag schmücken. Dies wird wohl noch auf weiteren Protest stoßen.“ Das Stadtarchiv entdeckte erst nach der Genehmigung der „DTM-Action“ die Wichtigkeit dieses Datums. Allerdings scherte sich niemand in der Stadtverwaltung etwas zu unternehmen, damit die Tourenwagen an einem anderen Tag ihren Feinstaub in die Luft schleudern können. „Leider ist mir auch kein Erfolg aus den Treffen verschiedenster Friedens- und Antifaorganisationen bekannt. So beschlossen wir Jugendliche der ISKRA etwas zu organisieren.“, berichtet Stefan Kunath. Schnell war die Idee geboren aus Texten von Büchern zu lesen, die der Bücherverbrennung 1933 zum Opfer gefallen sind. Das ist zur Erinnerung an die Befreiung auch eine Erinnerung an die Bücherverbrennung. Dabei wird kein besonderer Gast eingeladen, sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich gegenseitig Texte vorlesen. Dazu gibt es ein Lagerfeuer und musikalische Begleitung. Glücklicherweise unterstützen auch andere Gruppierungen die Veranstaltung, denn immerhin wird es wohl die einzige an diesem Tag sein. So begrüßten z.B. der VVN-BdA, die PDS, die Friedensgesellschaft, die autonome Antifa oder die Rote Hilfe ihre Einladung. Einige Organisationen werden zuvor Infostände aufbauen. Die Lesung beginnt um 19 Uhr auf dem Anger (Gertraudenpark) in der Nähe des sowjetischen Ehrendenkmals. Rechtsextreme sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.
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