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Presseerklärung: Abschalten statt Neubauen! Gegen das Staatsziel Braunkohle in Brandenburg! (2.12.2011) |
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Abschalten statt Neubauen! Gegen das Staatsziel Braunkohle in Brandenburg!
Nicht erst seit dem Klimacamp in Jänschwalde fordert die linksjugend [‘solid] und das Klimacamp in Jänschwalde den Verzicht auf neue Kohlekraftwerke. Angesichts des öffentlichen Streits des Umwelt- und
Wirtschaftsministeriums in Brandenburg bekräftigen die Organisationen erneut ihre Forderung nach einem konsequenten Umdenken in der Energiepolitik. Bis 2030 ist die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien für Berlin und Brandenburg möglich. „Wir fordern den Ausstieg
aus der Braunkohleverstromung und wir werden an der Seite der Klimabewegung dafür streiten!“ so Marco Böhme, Aktivist der linksjugend [‘solid] „Die Brandenburger Regierung muss endlich erkennen, dass im 21.
Jahrhundert erneuerbare Energien die Zukunft sind.“
Die Debatte in Brandenburg ist gerade im Schatten des „Weltklimagipfels“ in Durban
absurd und provinziell. Die Verbrennung von (Braun-)Kohle ist die
ineffizienteste und klimaschädlichste Art der Energieerzeugung. Der
Klimawandel und die daraus resultierenden drastischen Folgen erzwingen
konsequentes Handeln für die Verringerung von CO2-Emissionen. Ein Neubau
von Kohlekraftwerken, seien sie auch effizienter als ältere, zementiert
diese klimaschädliche Energiepolitik für Jahrzehnte. Ein
Ausstiegsszenario ist daher dringend nötig. Schon ein
sozialverträglicher Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ist ein
Kompromiss - eine ökologische Forderung wäre der sofortige Ausstieg.
Eine Vollversorgung von Berlin und Brandenburg mit Erneuerbaren Energien
bis 2030 ist nach den Gutachten des Wirtschaftsministeriums möglich.
„Das ist ein Ziel für das es sich zu streiten lohnt.“ so Böhme weiter.
„Nicht umsonst haben wir im Rahmen des Klimacamps die Parteizentralen
der SPD und LINKEN besetzt. Eine Regierung, die sich den Koalitionstitel
– Gemeinsinn und Erneuerung – gibt und dann den Neubau von
Kohlekraftwerken vorsieht ist unglaubwürdig. Braunkohle und die
Kapitalinteressen der Energiekonzerne können kein Staatsziel sein – eine
dezentrale, erneuerbare, demokratische Energieversorgung schon.“,
erklärt Timmo Krüger, Mitorganisator des Klimacamps in Jänschwalde. Und
weiter: „Es kann nicht sein, dass in der Lausitz weiterhin Landschaften
zerstört und Menschen zwangsumgesiedelt werden. Damit muss Schluss sein!“
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