suche

Presseerklärung: Linksjugend ['solid] Brandenburg kritisiert die Haltung des Wirtschaftsministers Christophers zur Erprobung von CCS (12.08.2011) PDF Drucken E-Mail
Am heutigen Morgen traf sich Wirtschaftsminister Ralf Christophers auf Druck der Besetzer
 des Landesbüros der LINKEN zu einem Gspräch mit den Aktivisten aus dem Energie- und
Klimacamp, welches zeitgleich in der Lausitz stattfand.

Die Aktivisten protestieren auf diese Weise gegen die Bemühungen zur Erprobung der
umstrittenen CCS-Technologie durch die Rot-rote Landesregierung in Ostbrandenburg.

Die Linksjugend ['solid] Brandenburg lehnt den Einsatz und die Erforschung der Speichertechnologien
von Kohlenstoffdioxid ab. Landessprecher Thomas Popp erklärt: "Wir können nicht verstehen,
wie eine rot-rote Regierung in eine Technologie investiert, welche die Folgen einer verfehlten
Energiepolitik kaschiert, anstatt die Energiewende entschlossen voranzutreiben. Die Verpressung
von CO2 kommt einem Blankoschein für Energiekonzerne gleich, weiterhin umweltschädliche
Braunkohleverstromung zu betreiben." Christophers stellte sich den kritischen Fragen der Energiecamp-Aktiven und betonte, dass ein
Ausstieg aus der Atomkraft nicht ohne die Aufrechterhaltung der Kohleenergiegewinnung möglich ist.
Dazu erklärt Markus Günther, Landessprecher von Linksjugend ['solid] Brandenburg: "Jede Investition
in Braunkohle blockiert die Energiewende. Erneuerbare Energien und Braunkohleverstrumung können
nicht auf Dauer nebeneinander bestehen, da Kohlekraftwerke für eine dezentrale Stromversorgung
viel zu unflexibel sind. Was für die Energiewende notwendig ist, ist ein entschlossener Rückbau der fossilen Energiegewinnung und Atomkraft zugunsten regenerativer Energien."

Wir hoffen, dass sich die Brandenburger LINKE auf ihren Standpunkt besinnt, einen Braunkohleausstieg
voranzutreiben und auf eine Erprobung der CCS-Technologie zu verzichten. Dafür ist es notwendig, dass
sich die Partei in dieser Frage gegen ihren Koalitionspartner SPD durchsetzt. Die Linksjugend ['solid]
Brandenburg solidarisiert sich mit den Aktivisten des Energie- und Klimacamp in Jänschwalde und
den Besetzern der Parteibüros von SPD und LINKE in Cottbus und Potsdam.