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Workshops LMV VIII. neu PDF Drucken E-Mail


Freitag Abend


LMV für EinsteigerInnen

(Steffen Kühne & Thomas Popp)

LMV - Landesmitgliederversammlung. Was ist das eigentlich und was passiert hier? Was ist eine Geschäftsordnung, was steht da drin und wozu brauchen wir den Quatsch überhaupt? Doppelt quotierte Redelisten? Mandatsprüfungskommission? Getrenntes Abstimmungsverfahren? What the Heck? Diese und viele andere Fragen rund um den Ablauf der LMV besprechen

wir am Freitag Abend. Wir schauen uns an was auf der LMV passieren wird und wie das Ganze abläuft. Der Workshop richtet sich an Neulinge, die gut vorbereitet in ihre erste LMV gehen wollen. Und an alle Anderen bei denen nach wie vor Fragen offen geblieben sind.




Samstag Workshopschiene I


Grundlagen der Kapitalismuskritik – Marx für Eilige

(Marco Heinig)

Für alle die den Kapitalismus nicht nur doof finden, sondern fundiert kritisieren wollen. Rumkritisieren am globalen Kapitalismus hat wieder Konjunktur. Den Kern treffen dabei die wenigsten. Uns soll es an auf diesem Seminar darum gehen die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus genauer zu betrachten…

Warum Armut, Krisen, Ausbeutung und Fremdbestimmungen keine Probleme des Kapitalismus sind – sondern Bestandteil des selbigen — und warum es Normalität ist, dass soziale und ökologische Katastrophen permanent stattfinden, obwohl sie verhindert werden könnten.




Gesundheitspolitik

(Eva Gabrysiak)

Wieso sind depressive Diabetiker für gesetzliche Krankenkassen bares Geld wert? Was ist der Gesundheitsfond und wieso macht er so viele Menschen noch kränker? Und was soll eigentlich eine „Kopfpauschale“ sein?

Das Gesundheitssystem Deutschlands hinkt und lahmt immer mehr, denn anstatt der Menschen steht das Geld im Vordergrund. In diesem Workshop soll ge-/erklärt werden, wie dieses skurrile Gebilde aufgebaut ist und warum es viele Menschen kränker macht, als sie eigentlich sind.


 



Finanzkrise

(Chriss Kühnel)

Wie, was Finanzkrise? Die is doch vorbei, oder?

ÄHH ... NÖ, ist sie nicht.

Auch wenn es heute nicht mehr Medienöffentlich ist: Es gehen immer noch Banken pleite, und der "Aufschwung" in Schlandistan kann durchaus noch tiefer in den Abgrund führen – nicht nur hier sondern auch in Europa und der Welt.

Glaubst du nicht, dann komm in den Workshop, den Daniel und ich im Frühjahr mal für den SDS Potsdam ausgearbeitet haben.

Auch ohne Daniel werde ich versuchen, die Ursache möglichst anschaulich (mit Powerpoint, etwas BWLer raushängen lassen gehört beim DEM Thema einfach dazu :D) zu erklären und VWL-sprech zu vermeiden.




Initative gegen Abschiebehaft Berlin


 



Sonntag Workshopschiene II


Institutioneller Rassismus gegen Flüchtlinge in Brandenburg

(Kai Wendel)

Anfang der 80er Jahre wurde ein Abschreckungssystem gegen Flüchtlinge errichtet: ihre Lebensbedingungen sollen so unattraktiv wie möglich gestaltet sein, sodass sie das Land wieder verlassen oder gar nicht erst nach Deutschland kommen. Die Maßnahmen der Ausgrenzung sind bis heute in Kraft, u.a. in Form von Lagerunterbringung, Gutscheinen und Residenzpflicht. In der letzten Zeit ist Bewegung in das starre Gebäude gekommen, in Brandenburg wurde die Residenzpflicht gelockert, allerdings kaum für geduldete Flüchtlinge. Im Workshop werden wir der Frage nachgehen, wie der Widerstand verstärkt werden kann, auf allen Ebenen.




Freien Kameradschaften“ und „Autonomen Nationalisten“

(Markus Günther)

Seit den 90er Jahren bzw. seit 2002 haben wir es mit neuen Erscheinungsformen der militanten Rechten zu tun. Anfang der 90er Jahre stellte sich für viele Neonazis die Frage „Wie weiter?“, der Grund hierfür war eine Reihe von staatlichen Repressionen und den damit zusammenhängenden Verboten rechtsextremer Organisationen. Ein Teil von ihnen sammelte sich daraufhin in der NPD bzw. deren Jugendorganisation »Junge Nationaldemokraten« (JN) und forcierte deren militante Radikalisierung. Der andere Teil sah für seinen Ansatz, der offenen Propagierung des Nationalsozialismus, kaum Möglichkeiten in der sich legalistisch gebenden NPD. Deshalb gründeten diese Neonazis, mit dem Organisationsansatz» Freie Kameradschaften«, Strukturen in Anlehnung an ein bereits ausgearbeitetes Konzept der »Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front« (GdNF). Geschichtlich sehen sich die Kameradschaften in der Tradition der SA. Dabei beziehen sie sich positiv auf die Ideologie des "politischen Soldaten", nicht jedoch auf die Struktur der SA als Parteiarmee der NSDAP. Die Autonomen Nationalisten sind eine Strömung innerhalb der freien Kameradschaften, die vor allem aus jungen, männlichen Neonazis besteht.

In dem Workshop wird ausführlicher die Geschichte und Entwicklung der „Freien Kameradschaften“ und der „Autonomen Nationalisten“ dargestellt.


 



Utopien – Die letzte Krise

(Roland Gehrmann)

2009 veröffentlichte die Zeitung Freitag eine Aufsatzsammlung unter dem Titel 'Die letzte Krise? - Analysen zur Zukunft des Kapitalismus'. In diesem Workshop wollen wir einige der zentralen Thesen kurz beleuchten und in einer offenen Debatte diskutieren, wo für unsere politische Arbeit gesellschaftliche Hebelpunkte erkennbar werden. Der Kapitalismus schafft sich nicht von alleine ab, wir müssen für uns klären, wie wir wirkungsvoll helfen können.