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| Sie reden vom Frieden und führen Krieg! (24.11.2011) |
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Die Linksjugend ['solid] Brandenburg unterstützt sowohl das
bundesweite Bündnis gegen die Petersberg II Konferenz in Bonn, als auch
die Mobilisierung des Berliner Bündnis zur Großdemonstration in Bonn am
3. Dezember.
Infoveranstaltung am 30. November im SO36: Veranstaltung des Berliner Bündnisses mit Said Mahmoud Pahiz (linker Aktivist aus Kabul), Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung) und einer Aktivistin aus der Vorbereitung. Mittwoch | 30.11.2011 | 19 Uhr | SO36 (Oranienstrasse 190) Am 5. Dezember 2011 findet in Bonn die Konferenz Petersberg II der Nato-Staaten und anderer Länder statt, bei der über die Zukunft Afghanistans beraten werden soll. Gegen diese Konferenz mobilisiert ein Bündnis aus antimilitaristischen Gruppen, der Friedensbewegung und weiteren linken Gruppen zu einer Demonstration am 3. Dezember und weiteren Gegenaktivitäten nach Bonn. Die BRD ist eine zentrale Kriegspartei in Afghanistan. Jahr für Jahr hat der Bundestag das Mandat für die Bundeswehr verlängert und die Anzahl der SoldatInnen erhöht, die in den Krieg nach Afghanistan geschickt wurden. Der Krieg hat weder Demokratie noch soziale Verbesserungen oder mehr Rechte für die Frauen gebracht, sondern das Leid für die afghanische Bevölkerung verlängert und zu einer Verschlechterung der humanitären und sozialen Lage geführt. Auch wenn die kriegführenden westlichen Staaten inzwischen von Truppenabzug und Aufbau sprechen, so wollen sie in Wahrheit ihre geostrategischen und ökonomischen Interessen bestmöglich zur Geltung bringen. Dazu sind unter anderem feste Militärbasen westlicher Truppen in Afghanistan und die Ausbeutung der Ressourcen des Landes durch Konzerne vorgesehen, was zu einem dauerhaften Kriegszustand in der Region führen wird. Mit der Veranstaltung wollen wir mobilisieren und diskutieren: Said Mahmoud Pahiz: Er ist Pressesprecher der 2004 gegründeten Solidaritätspartei die sich in Afghanistan allen Machthabern den Warlords, den Taliban, dem Karsai-Regime und den westlichen Besatzungsmächten entgegensetzt. Der junge linke politische Aktivist wird über die aktuellen Machtverhältnisse in Afghanistan und die Aktivitäten seiner Organisation berichten. Außerdem zeigt er auf, welche Forderungen fortschrittliche afghanische Kräfte der Bonner Kriegskonferenz entgegenhalten. Claudia Haydt: Sie ist Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) und wird darüber berichten, wie die Kriegsteilnahme der Bundeswehr in Afghanistan in den letzten zehn Jahren die Außenpolitik Deutschlands verändert hat, hin zu einer aggressiveren Militärpolitik und zu Konzepten der Kontrolle von besetzten Ländern. Auf dem Petersberg wurde vor zehn Jahren der Grundstein gelegt für eine von außen diktierte neue Gesellschaftsordnung Afghanistans. Zehn Jahre später wird nun in Bonn dieser Doppelcharakter einer Kriegs- und Kolonialkonferenz wieder aufgegriffen. Aktivistin: Welche kreativen Ansätze von Protest und Widerstand gegen imperialistische Kriege in den letzten Jahren bereits gesammelt wurden, darüber berichtet eine Aktivistin der Vorbereitungsgruppe. Nicht zu kurz kommen werden praktische Infos zu Gegenaktivitäten und zur Demo in Bonn. Veranstaltet von: Berliner Bündnis gegen die Afghanistan-Kriegskonferenz | http://nowar.blogsport.de/ Busse von Berlin zur Demonstration in Bonn: Es fahren Busse aus Berlin nach Bonn. Tickets gibt es zum Solipreis (25 Euro), zum Normalpreis (20 Euro) und zum Sozialpreis (15 Euro) in den Buchläden Schwarze Risse in Kreuzberg (Gneisenaustraße 2a) und Prenzlauer Berg (Kastanienallee 85). Abfahrt: Freitag den 02.?12. um 23.?45 Uhr in Berlin Rückfahrt: Samstag den 03.?12. um 20 Uhr in Bonn Bundesweiter Aufruf: Aufruf: Widerstand und Protest gegen "Petersberg II" - Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan! Auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz bei Bonn eine provisorische Regierung für Afghanistan unter Präsident Karzai eingesetzt - wenige Tage später beschloss der UN-Sicherheitsrat den ISAF-Einsatz. Nun lädt die Bundesregierung für den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegführenden Staaten werden hier zusammenkommen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten. Delegierte aus 90 Ländern sowie NGO's sollen vorgeblich über "Friedensperspektiven" diskutieren - doch die Realität sieht anders aus: Seit einem Jahrzehnt führt die NATO in Afghanistan unter dem Vorwand der "humanitären Intervention" und des "Krieges gegen den Terror" einen Krieg für wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Die Bilanz: Jahr für Jahr steigende Opferzahlen, insbesondere unter der Zivilbevölkerung, zerstörte Infrastruktur, massive Unterernährung, unbehandelte Krankheiten, sinkende Lebenserwartung, wachsende Gewalt gegen Frauen. Trotz alledem werden Menschen, die vor Krieg, Zerstörung und Not flüchten, mit Militär und Polizeieinheiten wie z.B. FRONTEX, mit Gewalt von Europa ferngehalten. Die Bundeswehr beteiligt sich an diesem Krieg und trägt Schuld an Kriegsverbrechen, wie z.B. dem Massaker bei Kunduz. Der jährlichen Verlängerung des parlamentarischen Mandates steht die mehrheitlich ablehnende Haltung der Bevölkerung entgegen: Es mangelt der Bundeswehr nicht nur an SoldatInnen, sondern auch an breiter Akzeptanz dafür, Krieg als Mittel der Politik zu führen. Mit dem Ziel dieses zu ändern, wird die Gesellschaft auf allen Ebenen zunehmend militarisiert. Die Reform der Bundeswehr bedeutet, dass die Bundeswehr an Schulen Rekruten wirbt, im Innern zum Einsatz kommt und zur Interventionsarmee umgestaltet wird. Nun kündigt die Bundesregierung an, bei der zweiten Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg über "politische Lösungen" und "Truppenabzug" diskutieren zu wollen - eine reine Farce. De Facto sollen in Zukunft vermehrt afghanische Militärs und Polizisten ausgebildet werden, um stellvertretend für die NATO den Krieg fortzusetzen, den Großteil der Opfer zu stellen und, weiterhin von der NATO kontrolliert, selbst für "Sicherheit" zu sorgen. Gleichzeitig will die NATO als "Krisenmanagement" die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) forcieren - die enge Integration politischer, militärischer, wirtschaftlicher, humanitärer und polizeilicher Instrumente. Was früher zivil war, wird heute militärischen Zielen untergeordnet. So wird z.B. auch "Entwicklungshilfe" zum Bestandteil der NATO-Strategie. Wir lassen uns nicht täuschen: Was wie eine "Friedensperspektive" klingt, soll der Fortsetzung internationaler militärischer Interventions- und Besatzungspolitik dienen. Krieg bedeutet immer: Tod, Folter, Vergewaltigungen, Menschenrechtsverletzungen - so aktuell auch in Libyen. Die Regierungen der Kriegsallianz wollen den Krieg in Afghanistan weiterführen und beraten nun über das Wie - die Antikriegs- und Friedensbewegung will den Krieg beenden! Wir fordern die umgehende Einstellung aller Kampfhandlungen und den umfassenden Abzug der Truppen aus Afghanistan! Die frei werdenden Gelder (im Jahr 2011 sind allein im Bundeshaushalt rund 1,1 Milliarde Euro für den Krieg vorgesehen) müssen ab sofort für den Wiederaufbau und die Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung nach deren Bedürfnissen eingesetzt werden! Nur so kann in Afghanistan ein Frieden entstehen, der seinen Namen auch verdient. Die Antikriegs- und Friedensbewegung ruft zu gemeinsamen und vielfältigen Aktivitäten in Bonn auf. Vom 3. bis zum 5. Dezember 2011 wollen wir mit einer bundesweiten Demonstration und auf einer internationalen Konferenz Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik des Krieges setzen. Stellt Euch quer und beteiligt Euch an Aktionen Zivilen Ungehorsams! Die Aufstände im arabischen Raum und die wiedererstarkte Anti-Atom Bewegung hierzulande lassen uns optimistisch sein, dass soziale Bewegung die Welt verändern und auch wir gemeinsam ein kraftvolles Zeichen gegen den Krieg setzen können! Kommt nach Bonn! |




